Pressetext zur transmedialen Theaterinszenierung B 61-12

Beim Intendantenwechsel der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz geht es um mehr als um die Frage nach geeignetem Führungspersonal für ein beliebiges Theater.

Das Theaterhaus ist ein Symbol für die Stadtentwicklung.

Wenn wir die Abwicklung eines widerständigen Ortes nicht hinnehmen, stellen wir damit die Fragen:

Wem gehört die Stadt? In welchen Verhältnissen wollen wir arbeiten, wohnen und wirken? Wie verteidigen wir unsere Vision einer Großstadt, in der sich alle Menschen in gleichwertigen Lebensverhältnissen friedlich entfalten können.

In Berlin lag eine historisch bedingte, einzigartige Situation vor: Im Zentrum der Stadt gab es günstigen bis kostenfreien Raum im Überfluss. Unsere Stadt wurde einst zum Ort der Sehnsucht – attraktiv und lebenswert für freiheitsliebende und kreative Menschen aus aller Welt. Alles erschien möglich. Der kulturelle Sektor avancierte auch aufgrund mangelnder Industrie zu einem der zentralen ökonomischen Träger.

In den 90er Jahren herrschten in Berlin nahezu anarchische Zustände, die unsere Lebensqualität jedoch nicht minderten. Sie waren vielmehr Bedingung für die Entwicklung kultureller Vielfalt.

Doch das Potential verpuffte, denn der Überfluss an Raum wurde nicht mit politischem Willen erhalten. Unsere Stadt wurde vielmehr als Beute dargeboten und der Profitgier schienen keine Grenzen gesetzt. Berlin ist heute ein Weg vorgezeichnet, den schon andere europäische Metropolen beschritten: ein Weg der Verdrängung, ein Weg der Ausgrenzung, ein Weg der Zerschlagung jeglichen Gemeinschaftsgefühls.

Exorbitante Mieten und unsichere Arbeitsverhältnisse führen zu existenzieller Angst, zu Lähmung, Resignation und Isolation. Diese Schockstarre gilt es gemeinsam aufzubrechen!

B 61-12

Mit dieser kollektiven, transmedialen und mimetischen Theaterinszenierung nehmen wir das Theaterhaus in Besitz und erklären es zum Eigentum aller Menschen. Wir öffnen es und stellen es zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung.

Wir wenden uns an alle, die sich durch Karrierezwang ihrer selbstbestimmten Zukunft beraubt sehen. Wir wenden uns an diejenigen, die den Schritt aus dem Hamsterrad wagen wollen, um aus dem Reichtum an Alternativen zu schöpfen.

Wir stehen in der Tradition derjenigen Menschen, die dieses Haus vor über 100 Jahren mit ihrem „Arbeitergroschen“ unabhängig finanzierten, bauten und betrieben.

Herzlich laden wir dazu ein, dieses besondere Haus am Rosa-Luxemburg-Platz als große Bühne für die politische Neuverhandlung der Stadtentwicklung, für künstlerische Schöpfung und gestaltende Intervention zu begreifen und zu nutzen.

Es geht um die Wiedergewinnung von öffentlichem Raum in einem Jahrzehnt der Privatisierung und Kommerzialisierung. Allen Beteiligten soll die gleichberechtigte Inanspruchnahme von finanziellen Mitteln zur Umsetzung kurzfristiger und langfristiger Projekte ermöglicht werden. Denn wir folgen dem Grundsatz: Gleiches Geld für gleiche Arbeit.

Staub zu Glitzer verabschiedet sich hiermit

Seit mehr als einem Dreivierteljahr hat ein harter Kern von etwa 40 Personen mit einem Mantel von bis zu 110 Menschen aktiv an dieser Operation mitgewirkt. Ein Atelier diente dabei als Büro und Einsatzzentrale. Größere Versammlungen wurden von unterschiedlichen Institutionen wohlwollend beherbergt. Unser Kollektiv und die Operation Staub zu Glitzer verabschieden sich am heutigen Tag. Staub zu Glitzer ist Geschichte. Ab sofort wird sich im Rahmen dieser transmedialen mimetischen Theaterinszenierung ein neues Kollektiv konstituieren. Wir laden hiermit herzlich ein zur Partizipation.

Insbesondere möchten wir auch das ehemalige künstlerische Personal der Ära-Castorf dazu einladen, sich bei dieser Großinszenierung vielfältig zu engagieren. Bei der Zusammensetzung aller möglichen Gremien gilt ausnahmslos eine Frauenquote von 50%. Positionen bleiben so lange unbesetzt bis die Quote erfüllt werden kann. Das Kollektiv der Volksbühne ist feministisch, antirassistisch und queer und wird zeitnah geeignete Werkzeuge entwickeln zur Vorbeugung von Altersdiskriminierung und zur Gewährleistung von umfänglicher Barrierefreiheit.

Die Ära Castorf

Wir fordern alle ehemaligen Regisseur*innen auf, ihre Repertoire-Stücke nach Möglichkeit in den zukünftigen Spielplan zu integrieren. Wir möchten uns dafür bedanken, dass das Fortführen des Repertoire-Programms unter einer leichtfertig installierten Intendanz verweigert wurde. Wir bitten hiermit ausdrücklich um das Engagement des ehemaligen künstlerischen Personals innerhalb der neuen Strukturen – sporadisch, punktuell oder langfristig.

Unsere Inszenierung ist die transmediale, mimetische und konsequente Weiterführung der Produktionen der Volksbühne Ost der vergangenen Jahrzehnte. Es handelt sich um engagiertes dialektisches Theater 2.0.

Die gesamte aktuelle Mitarbeiterschaft des Hauses wird nach Abstimmung mit der abgelösten Leitung vollständig in die neue hierarchiefreie Struktur integriert. Niemand soll wegen unserer Bewegung existentiellen Ängsten ausgesetzt sein.

Neben einem festen Ensemble für das Haus sollen auch vermehrt freie Theaterinitiativen und Kollektive aus der Stadtgesellschaft, aus Ost, West, Nord und Süd die verschiedenen Bühnen bespielen.

 

Der Name Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz war, ist und bleibt Programm, denn er steht für die politische Ausrichtung jeglicher Produktion im und um das Haus. An diesem Haus wird die Stadtentwicklung im Speziellen aber auch in ihrem Bezug zur globalen systemischen Entwicklung verhandelt und diskutiert.

Dieses Theater steht für eine mögliche Welt – frei von Nationalismen, frei von militärischer Bedrohung, frei von Ausbeutung und Sklaverei, frei von Rassismus und Geschlechterungerechtigkeit.

Die Volksbühne Ost am Rosa-Luxemburg-Platz stand und steht für eine mögliche klassenlose Gesellschaft, in der alle Menschen in gleichwertigen Lebensverhältnissen in Frieden koexistieren können.

Die Volksbühne steht für Solidarität, gemeinschaftliche Produktion und die Förderung freier, kreativer Arbeit.

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Räumlichkeiten

Wir sind uns der Bedeutung dieses denkmalgeschützten Gebäudes bewusst. Wir werden ihn gewissenhaft wahren und schützen und haben bereits umfassende Vorkehrungen getroffen, damit es unter der kollektiven Intendanz zu keinen schädigenden Vorfällen kommen wird.

Wir werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten den Lärmschutz, den Brandschutz und den Schutz der Besucher*innen gewährleisten. Dafür bieten wir organisierte und geschulte Organe, die diese Aufgaben übernehmen. Hierzu gehört ein professionelles Awareness-Team, eingewiesene, versierte Bühnen-Techniker*innen, ein Team aus erfahrenen Securitys und Konzepte des respektvollen Miteinanders. Wir treffen hinreichende Vorkehrungen zur Wahrung von Ordnung und Hygiene.
Es wird kein Nagel in die falsche Wand geschlagen, keine Wand beschmiert, kein Holz zerkratzt. Sachbeschädigung werden wir nicht dulden, respektloses Verhalten wird nicht toleriert. Wir sind mit genügend Technik ausgestattet und werden daher die Technik des Hauses nicht nutzen oder gar gefährden.

Zur friedvollen Machtdemonstration nutzen wir das Zentrum des Gebäudes, die Hauptbühne, um dort den originalgetreuen Nachbau des modernsten Atombombentyps B 61-12 künstlerisch zu inszenieren.

Die Volksbühne als Zentrum einer Stadtbewegung

Die Volksbühne ist das neue Zentrum der Anti-Gentrifizierung. Menschen, die von Verdrängung betroffen oder bedroht sind, finden hier eine Community, die sie informiert und in ihrem Widerstand unterstützt. Jegliche Formen von Gewalt und Militanz lehnen wir ab.

Die Volksbühne ist ein friedlicher Ort, an dem gestritten wird, ein Ort des Dissens’ und der Zusammenkunft.

Auf der Homepage unserer Theaterinszenierung B 61-12 finden Sie einen Verfahrensvorschlag für die partizipatorische Gestaltung dieser Inszenierung.

Dazu gehören ein Raum-Zeit-Konzept sowie ein ökonomisches Modellverfahren. Sie dienen dem Theaterkollektiv als Arbeits- und Diskussionsgrundlage. Unsere Ergebnisse tragen wir zu gegebener Zeit bei einer weiteren Pressekonferenz vor.

Das Theater soll als Ort des gesellschaftlichen Experiments erhalten bleiben. Es soll Raum schaffen für Neues und die Bereitschaft fördern künstlerische Risiken einzugehen. Wir wollen spielen, experimentieren und dabei scheitern zu dürfen. Nicht wachsende Publikumszahlen und Profit um jeden Preis sind das Ziel des Stadttheaters, sondern das Schaffen von mimetischen Möglichkeitsräumen.

Wir wollen gemeinsam stadtpolitische und theaterperspektivische Fragen aufwerfen.

 

Spielplan

Unser Spielplan steht allen zur Partizipation offen. Projekte können angeregt und eingebracht werden. Hierfür sind eigene Ansprechpartner vorgesehen, die Veranstaltungswünsche entgegennehmen. Wir arbeiten mit verschiedenen stadtpolitischen Initiativen und Theaterkollektiven zusammen, wollen ein Parlament der Wohnungslosen etablieren, Podiumsdiskussionen und Lesungen Raum bieten. Bringt euch ein, werdet Teil unseres transmedialen Theaterprojekts! Dieser Ort soll partizipatorisch geschaffen, ausgehandelt und vor allem bespielt werden.

Zur aktuellen Intendanz

 

Bei unserer performativen Intervention geht es nicht um die Personalie Chris Dercon, sondern um eine Neuaushandlung des Theaters 2.0. Wir kritisieren die Einsetzung Dercons als Intendanten der Volksbühne auf kultur- und  stadtentwicklungspolitischer Ebene. Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Angriffen auf seine Person.
Chris Dercon soll weiterhin die Finanzierung seitens der Landesregierung für sein Projekt am Tempelhofer Flughafen erhalten und dort sein Konzept materialisieren. Die Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz aber soll für die Dauer unserer Inszenierung vom Kollektiv verwaltet werden. Den bereits für das Haus am Rosa-Luxemburg-Platz verpflichteten Künstler*innen bieten wir an, ihre Produktionen innerhalb der kollektiven Strukturen wie geplant zu verwirklichen. Den Kultursenat fordern wir auf, Chris Dercon eine andere angemessene Wirkstätte zur Verfügung zu stellen.

Alle Beteiligten haben in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit Vertreter*innen von Staub zu Glitzer geführt und ihre Verhandlungs- und Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Wir bedanken uns bei den vielen Netzwerken, Kollektiven und Einzelpersonen, die mitgeholfen haben dieses Theaterwagnis zu realisieren.

Wir wünschen uns eine rasche Aufnahme der Verhandlungen.

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Press Release: Transmedia Theater Project B61-12

September 22, 2017

The change of artistic directorship at the Volkbühne on Rosa-Luxemburg-Platz is about more than the question of appropriate leadership for some theater.

This theater is a symbol of urban development.

If we want to reject the liquidation of a space of resistance, then we need to ask:

To whom does the city belong? What conditions do we want to work, live and act in? How can we defend our vision of a city in which all people flourish peacefully in equitable living conditions?

Berlin once offered a unique, historically-conditioned situation: for decades there was an abundance of cheap or free spaces in the city center. Our city became a place of hope and desire — attractive and livable for freedom-loving and creative people from across the globe. Everything seemed possible. Due in part to a lack of industry, the cultural sector became a cornerstone of the economy.

In the ‘90s, Berlin was a place of peaceful anarchy, but that didn’t lessen our quality of life. On the contrary, it was the condition that allowed cultural diversity to flourish.

But this potential crumbled because political policies failed to preserve the abundance of space. Instead, our city was offered up as loot amidst an unchecked drive for profits. Today, Berlin stands before a path that many other European metropolises have already trodden: a path of displacement, a path of exclusion, a path through the destruction of any sense of community.

Exorbitant rent and uncertain labor relations are leading to existential fear, an inability to act, resignation, and isolation. We must break out of this state of shock together.

B61-12

With this collective, transmedia and mimetic theater project, we are occupying the Volksbühne and declaring it the property of all people. We’ve opened the doors, and we’re making it available for general use.

We appeal to everyone who feels they’ve been robbed of a self-determined future by the pressures of a career. We appeal to those who want to risk stepping out of the hamster wheel to create out of a wealth of alternatives.

We are part of the tradition of workers who, more than 100 years ago, independently financed, built, and ran this theater on their own groschen.

We warmly invite you to recognize and use this special building on Rosa-Luxemberg-Platz as a great stage for the renegotiation of urban development policy, for artistic creation, and for formative interventions.

It’s about reclaiming public space in a decade of privatization and commercialization. All participants are to have equitable claims to financial resources for the realization of short- and long-term projects. We subscribe to the principle: equal pay for equal work.

Dust to Glitter, signing off.

For over 9 months, a core of approximately 40 people, with an ancillary group of up to 110 people, have actively worked on this operation. An artist studio served as office and control room. Large gatherings were held in spaces made available by various institutions sympathetic to our cause. Today, our collective and the operation Dust to Glitter take our leave. Dust to Glitter is history. As of this moment, a new collective has been constituted in the context of this transmedia mimetic theater project. And with this, we extend a warm invitation for you to participate.

We would especially like to welcome the former artistic staff of the Castorf era to engage with this grand staging in diverse ways. At least 50% of the members of all potential committees will be women. No exceptions. Positions will remain unfilled until the quota is reached. The Volksbühne Collective is feminist, anti-racist, and queer, and will promptly develop appropriate tools to prevent age-based discrimination and to guarantee accessibility.

The Carstof Era

We call all former directors to integrate their repertoire pieces, where possible, into the future program. We would like to express our gratitude for the refusal to continue the repertoire program under the auspices of a frivolously installed artistic director. We hereby explicitly request the employment of the former artistic staff within the new structures—whether in a sporadic, temporary or long-term capacity.

Our staging is the transmedial, mimetic and consistent continuation of the past decades of productions in the Volksbühne Ost. It’s about a committed dialectical Theater 2.0.

The entire current house staff will, in conversation with the former leadership, be fully integrated into the new hierarchy-free structure. No one should be exposed to existential fear as a result of our movement.

In addition to the program of a fixed ensemble, the various stages should be available to an increased number of theater initiatives and collectives from the Berlin community—from East, West, North and South.

The name Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz was, is, and will be preserved; it stands for the political orientation of every production in and around this building. This theater will be a place for negotiations and discussions of urban development, particularly as it relates to systems of global development.

This theater stands for a possible world—free of nationalism, free of military threat, free of exploitation and slavery, free of racism and gender injustice.

The Volksbühne Ost on Rosa-Luxemburg-Platz stood and stands for a potential society without classes, in which all people can peacefully coexist in equitable living conditions.

The Volksbühne stands for solidarity, communal production, and the advancement of free, creative work.

Dedicated to using space responsibly

We are aware of the significance of this historically protected building. We will assiduously preserve and protect it and have already taken comprehensive precautionary measures to ensure no damage will occur under the collective artistic directorship.

Over the coming days, weeks and months we will comply with noise, fire and safety regulations. To this end we have organized and trained committees to oversee necessary tasks. This includes a professional awareness team, well-versed stage technicians familiar with this space, and an experienced security team, all founded on. We’ve taken ample precautionary measures to ensure order and sanitary conditions.

No nail will be pounded into the wrong place, no paint will be smeared on walls, no wood will be scratched. Vandalism will not be tolerated. Disrespectful behavior will not be tolerated. We are equipped with sufficient technology and therefore will not use or endanger the in-house technology.

As a peaceful demonstration of collective strength, we will use the building’s center, the main stage, for the artistic staging of a true-to-original reconstruction of the modern atom bomb type “B61-12”.

The Volksbühne as center of an urban movement

The Volksbühne is the new center of anti-gentrification. People who stand under the threat of displacement, or have already been displaced, will find here an informed community that will support their resistance. We reject all forms of violence and militance.

The Volksbühne is a peaceful place for discussion and a peaceful place for arguments, a place for dissensus and congress.

On the homepage of our theatrical staging B 61-12, you’ll find a proposal for the participatory configuration of this project.

This includes a space-time concept as well as a model economic plan. They serve the theater collective as a basis for labor practices and discussion. We will present our results at a future press conference, at a time to be determined.

The theater is to continue to function as a place of social experimentation. It is to create space for the new, space that encourages artistic risks. We want to play, to experiment, and to be allowed to fail in the process. The goals of the city theater are not to increase audience numbers and profit at any price; the goal is the creation of mimetic spaces of possibility.

Together we want to raise questions about urban politics and the potential of theater.

Program

Our program welcomes everyone to participate. New projects can be proposed and existing projects can be pitched. For this process, several members of the collective have been appointed to accept project proposals. We are working together with diverse local political initiatives and theater collectives. We want to establish a parliament of the homeless and provide space for panel discussions and readings. Join us, become part of out transmedia theater project! This space will be created, negotiated, and, above all, played out through participation.

To the current artistic director

Our performative intervention is not about the person Chris Dercon, but rather about the renegotiation of Theater 2.0. Our criticism of Dercon’s appointment as artistic director of the Volksbühne is issued on the the level of cultural and urban development policy. We explicitly distance ourselves from all attacks against his person.

Chris Dercon is still to receive the state funding for his project at Tempelhof Airport and can carry it out there. The Volksbühne on Rosa-Luxemburg-Platz, however, is to be managed by the Collective for the duration of our staging. We invite all artists already engaged by the Theater on Rosa-Luxemburg-Platz to realize their productions as planned within the new collective structures.

Over the past weeks, all the artists involved have entered discussions with representatives of Dust to Glitter and have signaled their willingness to discuss and negotiate.

We would like to thank the many networks, collectives, and individuals who have helped to make this theatrical experiment a reality.

We hope negotiations will begin quickly.

 

 

 

5 Comments
  1. […] Veröffentlicht am 22. September 2017 auf b6112.de […]

  2. […] theater continues. On Friday, a group calling itself “Dust to Glitter” entered the Volksbühne declaring in a statement the building “property of the people.” The action is the latest in an ongoing series of […]

  3. […] a Sept. 22 statement, From Dust to Glitter explained that their city’s identity is at the heart of the […]

  4. […] a Sept. 22 statement, From Dust to Glitter explained that their city’s identity is at the heart of the […]

  5. […] occupying the theater since Friday night, declaring the building “property of the people” in their initial statement. They intended to develop a “People’s Stage” over the next three months, as well as an […]

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